Glück kann man lernen!

 „Haben wir heute Glück?“, 

fragen ein paar Kinder mich auf dem Weg in die Schule. Eine schöne Begrüßung und eine wunderschöne Aufgabe, der ich jede Woche in der Volksschule Purbach nachgehen darf. Die Kinder meinen das „Schulfach Glück“, das seit September 2015 als Schulprojekt läuft und regelmäßig in den 3. Und 4. Klassen stattfindet. In diesen Einheiten lernen die Kinder etwas, das nicht so leicht abzuprüfen und mit Noten zu bewerten ist wie Rechnen, Schreiben und Sachunterricht. Sie lernen den wertschätzenden Umgang untereinander, Vertrauen zu sich selbst und den anderen, sie lernen ihre eigenen Stärken kennen und die der Mitschüler schätzen.

 

All das fließt natürlich auch in den allgemeinen Unterricht mit den Klassenlehrerinnen mit ein. Aber „es ist etwas anderes, wenn man speziell dafür zwei Stunden Zeit hat“, bestätigen auch die Lehrerinnen. 

Das Grundkonzept „Schulfach Glück“ basiert auf einem Modell, dass der bekannte Psychologe und Glücksforscher Martin Seligman entwickelt hat. Er geht davon aus, dass man für ein gelungenes Leben sowohl kurzfristige Glückserlebnisse, als auch Lebenszufriedenheit bzw. Wohlbefinden, braucht. In seiner langjährigen Forschung hat er herausgefunden, dass für das Wohlbefinden 5 Säulen besonders wichtig sind:

positive Gefühle (P),

Engagement und Aktivität (E),

gelungene Beziehungen zu anderen Menschen (R, "relationships"),

Sinn und Werte (M, "meaning") und

Zielerreichung/Erfolg (A, "accomplishment").

Auf Grundlage dieses PERMA Systems hat Oberstudiendirektor Ernst-Fritz-Schubert 2007 das „Schulfach Glück“ entwickelt. In 6 Modulen werden den SchülerInnen positive Schlüsselerlebnisse vermittelt mit dem Ziel, alle fünf Elemente zu stärken und dadurch das individuelle Wohlbefinden langfristig zu erhöhen. Sie erfahren sich als wirksam und verantwortlich. Sie lernen, anderen zu vertrauen und sich in der Gemeinschaft wohl zu fühlen.  

 

Wichtig dabei ist, dass Glück und Zufriedenheit nicht gelehrt, sondern durch praktisches Üben entdeckt und erfahren werden.

„Stöckl live“ im Zeichen von „Bewusst gesund – Fit fürs Leben“

Am 19. Oktober 2016 um 20.15 Uhr in ORF 2

Selbstwert kann man lernen: Kinder und Jugendliche sind heutzutage altbekannten, aber auch neuartigen Belastungen ausgesetzt, die ihre körperliche und seelische Gesundheit in hohem Maße gefährden. Umso wichtiger ist es, ihnen Werkzeuge zur Hand zu geben, die sie davor schützen können. Verschiedene Arten des „Glückstrainings“ wirken sich positiv auf das Selbstwertgefühl aus und werden unter anderem im Rahmen von Schulprojekten eingesetzt. Barbara Stöckl hat in Wien und im Burgenland gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen an „Trainingseinheiten für das Glück“ teilgenommen.


Schulfach Glück an der VS Purbach

 

Der Elternverein der Volksschule Purbach hat sich vor einigen Jahren das Ziel gesetzt, unsere Kinder stark zu machen. „Schulfach Glück“ passt zu diesem Vorhaben hervorragend dazu.


Schulfach Glück an der VS Wimpassing

 

Von Feber bis Juni 2016 finden 10 Einheiten "Schulfach Glück"

in der 2. Klasse der Volksschule Wimpassing statt.


Workshops für Schulklassen

 

- Kopf, Herz und Hände 

- Zauberkräfte entdecken  

- Wovon träumst du?

- Glück & Bewegung 

- So ein Theater!

- Kobra, Hund und Heldenhaltung

- Alltagsgeschichten

 

Download
Glück und Flow in der Schule
Informationen und Inhalte
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Persönliche Motivation

Für unsere Kinder ist es enorm wichtig, dass sie erfahren, dass Glück und eine positive Grundeinstellung erlernbar sind, und dass sie beides durch persönliche Erfahrungen stärken und festigen können.

 

Aus diesem Grund habe ich von Oktober 2014 bis Mai 2015 den Lehrgang „Schulfach Glück“, absolviert. Der Lehrgang besteht aus 6 Modulen, in denen Methoden und Inhalte praktisch und theoretisch vermittelt werden.

 

Beim Lehrgang wird das Wissen sehr praxisorientiert vermittelt und dadurch werden viele Möglichkeiten geboten, die Inhalte den Kindern weiterzugeben. Es geht vor allem darum, dass die Kinder durch praktische Erfahrungen Glücksmomente selbst erzeugen, spüren und auch benennen lernen und diese dann in ihren Alltag integrieren können. Ich persönlich sehe darin eine wunderbare Möglichkeit, im Schulalltag Themen weiterzugeben, die für das spätere Leben enorm wichtig sind. Es geht vor allem darum, Vertrauen zu stärken, die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu erkennen und zu fördern, Herausforderungen zu meistern, Kreativität und eigene Lösungswege zu entdecken. Jedes einzelne Kind hat ganz spezielle Fähigkeiten, die ans Licht gebracht werden können.

 

 

Manuela Eitler-Sedlak